Lage: Historische Altstadt Weltkulturerbe Quedlinburg
Grundstück: 13.000 m²
BGF: 7.600 m²
Neubau von Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern
und Gewerbeeinheiten
Projektstand: Fertiggestellt
Ausgangssituation
Konversion eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes einer ehemaligen Anilinfabrik mit historischer Industriearchitektur und umfangreichen Fabrikationsbauten. Die besondere Herausforderung des Projekts lag in der Verbindung der Anforderungen aus Denkmalpflege, Naturschutz und Flächennutzungsplanung mit den wirtschaftlichen Zielvorgaben des Investors. Darüber hinaus war das Areal infolge der früheren chemischen Produktion erheblich belastet. Insbesondere die Produktions- und Entsorgungsstrukturen aus DDR Zeiten mussten im Zuge des Rückbaus und der Altlastensanierung umfassend berücksichtigt werden.
Analyse
Im Rahmen eines mehrstufigen Abstimmungsprozesses wurden unterschiedliche Entwicklungs- und Nutzungsszenarien mit den zuständigen Behörden abgestimmt und deren wirtschaftliche Tragfähigkeit geprüft.
Aufgrund der begrenzten Aufnahmekapazität des lokalen Marktes wurde frühzeitig eine abschnittsweise Entwicklung des Gesamtareals vorgesehen, um eine nachhaltige Vermarktung und Realisierung sicherzustellen. Parallel hierzu wurde ein eigenständiges Quartierskonzept für die Energieversorgung entwickelt, das die Nutzung öffentlicher Förderprogramme ermöglichen und gleichzeitig die langfristigen Betriebskosten reduzieren sollte.
Parallel hierzu wurde ein eigenständiges Quartierskonzept für die Energieversorgung entwickelt, das die Nutzung öffentlicher Förderprogramme ermöglichen und gleichzeitig die langfristigen Betriebskosten reduzieren sollte.
Konzept
Das entwickelte Konzept sieht die schrittweise Transformation des ehemaligen Fabrikareals zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohnungen, Reihenhäusern und Loftflächen für gewerbliche Nutzungen vor.
Die historische Bestandsarchitektur bleibt dabei als prägender Bestandteil des Areals erhalten und wird mit einem nachhaltigen Energie- und Versorgungskonzept sowie den erforderlichen Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen in eine neue Nutzung überführt.
Das Gesamtprojekt umfasst rund 7.600 m² BGF sowie ergänzende KFZ Stellplätze.
Ergebnis
Im Ergebnis entstand ein städtebauliches Konzept mit ausgewogenem Verhältnis aus Wohnen und Gewerbe sowie klarer wirtschaftlicher Perspektive.
Durch die Verbindung aus historischer Industriesubstanz, nachhaltiger Energieversorgung und strukturierter Entwicklung wurde die Grundlage für eine langfristig tragfähige und marktfähige Quartiersentwicklung geschaffen.
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