Lage: Flughafen FJS München
Grundstück: 3.010 m²
BGF: 3.010 m²
Projektstand: Baurecht geklärt und Grundstück erfolgreich veräußert
Ausgangssituation
Klärung der baurechtlichen Entwicklungsmöglichkeiten einer besonderen Grundstückssituation im Umfeld des Flughafens München. Die Liegenschaft befand sich im Übergangsbereich zwischen einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit gewerblicher Prägung und einem überwiegend wohnwirtschaftlich geprägten Umfeld mit geringer baulicher Dichte.
Die Herausforderung bestand insbesondere darin, die unterschiedlichen planungsrechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Grundstücksteile zusammenzuführen und gleichzeitig die Interessen zweier Eigentümerfamilien wirtschaftlich und strategisch aufeinander abzustimmen. Zusätzlich waren die besonderen Anforderungen von Grundstücksentwicklungen im Flughafenumfeld zu berücksichtigen, insbesondere im Hinblick auf Fluglärm, Nutzungsrestriktionen, Schallschutzanforderungen sowie die Abstimmung mit den langfristigen Entwicklungsinteressen des Flughafenbetriebs.
Analyse
Im Rahmen der Projektentwicklung wurden die unterschiedlichen baurechtlichen Ausgangslagen sowie die jeweiligen Entwicklungsperspektiven der beiden Grundstücksteile detailliert untersucht und wirtschaftlich eingeordnet.
Neben der Bewertung möglicher Nutzungsarten lag ein besonderer Fokus auf der Frage, welche bauliche Dichte und Flexibilität im Zusammenspiel aus gewerblicher und wohnwirtschaftlicher Nutzung langfristig realisierbar und marktgerecht durchsetzbar ist. Parallel dazu wurde die Kaufpreisstruktur zwischen den beiden Eigentümerfamilien auf Basis der unterschiedlichen baurechtlichen Intensitäten und Entwicklungsmöglichkeiten neu verhandelt und geordnet.
Konzept
In enger Abstimmung mit der Gemeinde wurde ein flexibles Nutzungskonzept entwickelt, das sowohl gewerbliche Nutzungen wie Hotel und Boarding House als auch wohnwirtschaftliche Nutzungen in Form von Einfamilienhäusern, Doppelhäusern und Reihenhäusern ermöglichte.
Ziel war es, ein belastbares und gleichzeitig marktgerechtes Baurecht zu schaffen, das dem Investor unterschiedliche strategische Entwicklungsoptionen eröffnet und gleichzeitig die wirtschaftlichen Zielvorstellungen der Eigentümer erfüllt.
Ergebnis
Im Ergebnis konnte ein Baurecht mit einer GFZ von 1,0 sowie einer variablen Nutzungsmöglichkeit erreicht werden. Dadurch entstand eine deutlich höhere planerische und wirtschaftliche Flexibilität für die weitere Entwicklung des Areals.
Die geschaffene baurechtliche Grundlage ermöglichte es, die Kaufpreisvorstellungen beider Eigentümerfamilien gegenüber dem Erwerber erfolgreich durchzusetzen. Erwerber des Grundstücks war eine überregional tätige Immobiliengruppe mit Schwerpunkt auf studentischem Wohnen, Boarding House Konzepten und Hotelentwicklungen, die sich im weiteren Verlauf für die Realisierung eines Boarding House Konzepts entschieden hat.
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